Was ist eine IP Nummer?

Wer sich in Computernetzen wie dem Internet bewegt, benötigt zwingend eine sogenannte IP-Adresse. IP steht für das Internetprotokoll, das es ermöglicht, jedem an ein Computernetz angeschlossenen Rechner eine eindeutige Identität zuzuweisen. Diese ist vergleichbar mit einer Postanschrift oder Telefonnummer und ebenso einmalig, wodurch es möglich wird, den Rechner zu identifizieren. Erst die IP-Adresse versetzt uns in die Lage, Informationen und Daten gezielt von einem Rechner zum anderen zu schicken.
Jeder Nutzer erhält von seinem Internetanbieter eine IP Nummer. Diese besteht in der Regel aus vier mehrstelligen Zahlen, die jeweils durch einen Punkt voneinander getrennt sind. In dieser Zahlenkombination sind die Informationen zur Identifikation des Users verschlüsselt.
Die Frage, inwieweit die IP-Adresse zu den personenbezogenen Daten eines Internet-Nutzers gehört oder nicht, hat in Deutschland eine heftige Kontroverse ausgelöst. Per Gesetz ist inzwischen jeder Provider verpflichtet, die IP-Adressen seiner Kunden für sechs Monate zu speichern. Wird beispielsweise im Falle illegaler Musikdownloads ermittelt, kann anhand der aufgezeichneten IP Nummer bereits der Provider ermittelt werden. Dieser ist dann auf Nachfrage verpflichtet, die zur IP-Adresse gehörenden User-Daten an den Staatsanwalt weiterzuleiten.
IP-Adressen sind aber nicht nur in rechtlicher Hinsicht problematisch. Wer glaubt, beim Surfen im Internet anonym unterwegs zu sein, irrt sich gewaltig. Ohne einen konsequenten Schutz seiner Privatsphäre und damit auch seiner IP-Adresse gibt der Internet-Nutzer mit jedem Besuch einer Webseite kritische Informationen über sich und seinen Rechner preis. Dazu zählen neben Herkunftsland und Region auch der Provider, das Betriebssystem, der Browser sowie die Seiten, die der User zuletzt besucht hat. Cookies, die von der besuchten Seite gesetzt werden, markieren den Besucher, sodass er beim nächsten Besuch wiedererkannt wird. Schlimmer sind aber sogenannte Spionageprogramme. Diese verfolgen im harmlosesten Fall mit Hilfe der IP Nummer das Surfverhalten des Anwenders, um daraus zum Beispiel ein Profil seiner Vorlieben zu erstellen. Schlimmstenfalls zeichnen diese Programme sensible Informationen wie die Zugangsdaten zu Bankkonten auf. Nur, wer sich und seinen Rechner schützt, ist gegen den Diebstahl seiner sensiblen Daten gewappnet. Computerfachzeitschriften leisten mit kostenlosen Anonymisierungsprogrammen tatkräftige Unterstützung.
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