Datensicherungen sollten regelmäßig gemacht werden
Der Computersicherheit in Form von Virenscanner, Firewall und anderen Hilfsprogrammen räumen die meisten User inzwischen glücklicherweise den Stellenwert ein, den diese Thematik verdient. Wenn es aber um Datensicherung geht, sieht die Lage ganz anders aus. Nur wenige User im Privatbereich machen überhaupt Backups wichtiger Daten und selbst bei kleinen und mittelständischen Firmen ist keine flächendeckende Verbreitung ausreichender Datensicherung abzusehen.
Die meisten gehen nach hierbei nach dem Prinzip vor: es wird schon nichts passieren.
Wenn dann aber die Festplatte defekt, wichtige Daten gelöscht oder gar durch Brand, Wasser oder höhere Gewalt abhanden gekommen sind, dann ist guter Rat teuer.
Dabei kostet vernünftige Backup Software nicht die Welt und auch eine sorgfältig durchdachte Strategie zur Datensicherung ist relativ schnell auf die Beine gestellt.
Wichtig ist es, sowohl bei der Software zur Datensicherung, als auch beim Aufbau der Sicherungsstrategie die richtige Wahl zu treffen.
Im Privatbereich genügt eine relativ simple Vorgehensweise: Der Einbau einer zweiten, baugleichen Festplatte, auf die alle Daten der ersten Festplatte gespiegelt werden. Damit wird bei physikalischer Beschädigung einer der beiden Platten ein Datenverlust verhindert.
Wichtige Anwenderdaten sollten immer auf einer separaten Partition der Festplatte liegen, damit sie bei einer Neuinstallation des Betriebssystems nicht aus Versehen gelöscht werden und damit sie leichter vollständig zu sichern sind.
Darüber hinaus sollten in regelmäßigen Abständen Systemwiederherstellungspunkte gesetzt und besonders nach der Installation neuer Software oder der Aktualisierung wichtiger Daten zumindest ein vollständiges Backup der Datenpartition gemacht werden.
Für die Sicherung der Daten genügt in der Regel eine wiederbeschreibbare DVD und eine Backup Software, die die Sicherung ausgewählter Partitionen und eventuell der Windows Registry unterstützt. Derartige Backup Software gibt es für den Bereich der Privatanwender und für kleinere Firmennetzwerke bereits für 50 bis 100 Euro. Ein wahrlich geringer Preis, wenn man an den Schaden denkt, den ein Datenverlust mit sich bringt.
Wenn dann noch regelmäßig die Backups auf wechselnde Sicherungs-Medien geschrieben und diese möglichst nicht in der Nähe des Arbeitsplatzes aufbewahrt werden, stellt eine solche Strategie mit Gesamtkosten von rund 200 Euro (100 Euro für die Sicherungs-Festplatte und 100 Euro für die Backup-Software) für fast jeden privaten Anwender sicher, dass seine Daten im Falle der unbeabsichtigten Löschung oder der Beschädigung des Datenträgers jederzeit wieder verfügbar und auf einem definiert aktuellen Stand sind.
Daniel Franke
