Die Aufgabenbereiche der Software Designer
Wer sich heute zum Software Designer ausbilden lässt, den erwartet ein hoch interessantes Aufgabengebiet, das sich nicht nur auf das Layout der Programme beschränkt, wie die Bezeichnung vermuten lassen könnte. Zum Aufgabengebiet der Software Designer gehört bereits die Erfassung der Wünsche der künftigen Nutzer der neu zu erstellenden oder anzupassenden Programme. Daraus erstellen die eigens für das Design von Software ausgebildeten Designer ein Pflichtenheft. So heißt in der Fachsprache die der Entwicklung neuer Anwendungen zugrunde liegende Aufgabenstellung.
Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Zu den wichtigsten Grundlagen zählt hier die Benutzerfreundlichkeit. Das bedeutet, dass der Software Designer seine künftige Zielgruppe sehr genau analysieren muss, was sie sich an Funktionen erwarten und welches Layout bei ihnen am besten ankommen könnte. Das gilt nicht nur für die neu zu schaffende Anwendung selbst, sondern im Hinblick auf die spätere Vermarktung auch für die Gestaltung der Verkaufsverpackungen und Handbücher.
Fast durchgängig alle Auftraggeber erwarten auch, dass die Programme möglichst komfortabel gestaltet werden. Sie sollen unter anderem kompatibel zu den unterschiedlichsten Betriebssystemen sein und sich ohne großen administrativen Aufwand in bestehende Systeme einbinden lassen. Das bedeutet zum Beispiel auch, dass eine neue Version einer Anwendung rückwärts kompatibel sein sollte und die Daten aus älteren Versionen verarbeiten können muss.
Ein weiterer Schwerpunkt ergibt sich für der Programmierung in punkto Sicherheit und Laufstabilität. Die Anwendung sollte einerseits eigenständig in der Lage sein, sich gegen Angriffe von Schädlingen schützen zu können und andererseits auch mit aktuellen Virenschutzprogrammen zusammen arbeiten können. Auch sollten die Anwendungen eine gewisse Grundresistenz gegenüber Falscheingaben und zu eng gefassten Hardwarevoraussetzungen haben. Zu geringer Arbeitsspeicher sollte nicht zu einem Komplettausfall führen, sondern möglichst nur eine verlangsamte Verarbeitung der Daten bewirken.
Die größte Herausforderung besteht für den Software Designer allerdings in der Gestaltung der Benutzeroberflächen. Die Funktionen sollten möglichst intuitiv erfasst werden können, denn kaum jemand hat Lust und Zeit, sich durch ein mehrere hundert Seiten umfassendes Handbuch zu wühlen, ehe er das Programm in größerem Umfang nutzen kann.
